Webflow Hosting

Mehrere Websites mit einem Webflow-Account verwalten: So geht's richtig

Wenn du als Freelancer, Agenturinhaber oder Coach mehrere Projekte gleichzeitig betreust, stellt sich früher oder später eine ganz praktische Frage: Kannst du all diese Websites über einen einzigen Webflow-Account laufen lassen, oder brauchst du für jedes Projekt einen eigenen Zugang? Die kurze Antwort lautet: Ja, das geht – aber die Details entscheiden darüber, ob dein Setup effizient, sauber abrechenbar und skalierbar ist. In diesem Artikel erfährst du, wie Webflow-Konten, Workspaces und Hosting-Pläne zusammenspielen und worauf du achten solltest, wenn du mehrere Webseiten parallel verwaltest.

Wie Webflow-Accounts und Websites zusammenhängen

Ein Webflow-Account ist im Kern nichts anderes als dein Login – deine E-Mail-Adresse und dein Passwort, mit denen du dich bei Webflow anmeldest. Innerhalb dieses Accounts kannst du beliebig viele Projekte anlegen, jedes mit eigenem Design, eigener Struktur und eigener Domain. Es gibt keine technische Begrenzung, die dich daran hindert, zehn, zwanzig oder noch mehr Websites unter demselben Login zu erstellen und zu bearbeiten.

Entscheidend ist allerdings, dass du zwischen dem Bearbeiten einer Website im Designer und dem tatsächlichen Hosting einer Website unterscheidest. Das Erstellen und Gestalten eines Projekts ist grundsätzlich kostenlos möglich, solange du es nicht mit einer eigenen Domain live schaltest oder erweiterte Funktionen wie CMS, E-Commerce oder Formulare in vollem Umfang nutzen willst. Sobald ein Projekt öffentlich unter einer eigenen Domain erreichbar sein soll, brauchst du dafür einen Site-Plan – und genau hier kommt die Abrechnung pro Website ins Spiel.

Workspaces: Der zentrale Ort für all deine Projekte

Webflow organisiert Projekte in sogenannten Workspaces. Ein Workspace ist im Grunde dein Arbeitsbereich, in dem du Websites erstellst, Teammitglieder einlädst und die Übersicht über alle laufenden Projekte behältst. Innerhalb eines einzigen Accounts kannst du mehrere Workspaces anlegen, etwa um private Projekte von Kundenprojekten zu trennen oder um unterschiedliche Teams organisatorisch voneinander abzugrenzen.

Für die meisten Freelancer und kleinere Agenturen reicht ein Workspace völlig aus, in dem alle Kundenprojekte gesammelt sind. Größere Agenturen mit mehreren Teams oder unterschiedlichen Abteilungen entscheiden sich dagegen oft für separate Workspaces, um Zugriffsrechte klarer zu trennen und die Übersicht auch bei einer wachsenden Projektzahl zu behalten.

Was ein Workspace-Plan regelt

Der Workspace-Plan bestimmt vor allem, wie viele Teammitglieder du einladen kannst, welche Kollaborationsfunktionen dir zur Verfügung stehen und wie viele Projekte du parallel im Editor bearbeiten darfst, ohne dass sie live geschaltet sind. Er ist getrennt von den Kosten für das eigentliche Hosting der einzelnen Websites zu betrachten – ein häufiger Verwechslungspunkt bei Einsteigern.

Hosting-Pläne: Jede Website braucht ihren eigenen Plan

Der Punkt, an dem viele stolpern: Auch wenn du beliebig viele Projekte in einem Account anlegen kannst, benötigt jede Website, die du unter einer eigenen Domain live schalten möchtest, einen eigenen kostenpflichtigen Site-Plan. Es gibt also keinen "Familientarif", der automatisch mehrere Domains mit einem einzigen Hosting-Paket abdeckt. Jede live geschaltete Website wird separat abgerechnet, meist im Monats- oder Jahresrhythmus, wobei die Jahresabrechnung häufig günstiger ausfällt als die monatliche Zahlung.

Die konkreten Kosten pro Website hängen vom gewählten Plan ab – je nachdem, ob du ein einfaches CMS, E-Commerce-Funktionen oder erweiterte Business-Features benötigst, bewegen sich die monatlichen Beträge häufig zwischen niedrigen bis mittleren zweistelligen Euro-Beträgen für Basic- und CMS-Pläne, während E-Commerce-Pläne in der Regel höher liegen. Für eine verlässliche Kalkulation solltest du immer die aktuellen Preise direkt bei Webflow prüfen, da sich Tarife und Leistungsumfang von Zeit zu Zeit ändern.

Kostenlose Projekte vs. bezahlte Websites

Ein wichtiger Vorteil für deinen Arbeitsalltag: Du kannst Projekte anlegen, gestalten und testen, ohne sofort dafür zu bezahlen. Erst wenn ein Projekt mit einer eigenen Domain öffentlich erreichbar sein soll oder du bestimmte erweiterte Funktionen freischalten willst, wird ein bezahlter Plan nötig. Das eignet sich hervorragend, um Entwürfe für potenzielle Kunden vorzubereiten, bevor überhaupt ein Vertrag unterschrieben ist.

Praxistipps für Freelancer und Agenturen mit vielen Projekten

Wenn du regelmäßig mehrere Kundenprojekte gleichzeitig betreust, lohnt es sich, dein Setup von Anfang an durchdacht zu strukturieren. Hier ein paar bewährte Ansätze aus der Praxis:

  • Nutze einen zentralen Workspace für alle Kundenprojekte, wenn du allein oder in einem kleinen Team arbeitest – so behältst du den Überblick, ohne zwischen mehreren Bereichen wechseln zu müssen.
  • Übertrage die Rechnungsstellung für den Site-Plan an deinen Kunden, sobald das Projekt fertig ist. Webflow ermöglicht es, Kunden als Websitebesitzer einzuladen, sodass die laufenden Hosting-Kosten direkt von ihnen getragen werden.
  • Dokumentiere für dich selbst, welches Projekt welchen Plan benötigt, besonders wenn du viele Websites parallel betreust – so vermeidest du unnötige Kosten für ungenutzte oder inaktive Projekte.
  • Prüfe regelmäßig, ob ein Projekt noch aktiv gehostet werden muss, oder ob ein Kunde gewechselt hat und der Plan gekündigt werden kann.
  • Wäge bei sehr vielen Projekten ab, ob sich separate Workspaces für unterschiedliche Kundengruppen oder Teammitglieder anbieten, um Zugriffsrechte sauber zu trennen.

Kundenprojekte übergeben: Eigentum und Abrechnung klären

Ein zentraler Aspekt, wenn du als Dienstleister mehrere Websites betreust, ist die Frage, wem das Projekt am Ende gehört und wer für die laufenden Kosten aufkommt. Webflow bietet die Möglichkeit, ein Projekt an den Workspace eines Kunden zu übertragen oder ihn als zusätzlichen Websitebesitzer hinzuzufügen. So läuft die technische Umsetzung weiterhin über dein Know-how, während die Hosting-Rechnung direkt auf den Kunden geht.

Das ist gerade für Freelancer und Agenturen relevant, die vermeiden wollen, dass sich die Kosten für zehn oder mehr Kundenprojekte auf der eigenen Kreditkarte stapeln. Kläre solche Fragen idealerweise schon im Angebot oder Vertrag, damit später kein Streit über offene Hosting-Gebühren entsteht.

Häufig gestellte Fragen zu mehreren Websites in einem Webflow-Account

Wie viele Websites kann ich in einem Webflow-Account anlegen?

Es gibt keine feste Obergrenze für die Anzahl der Projekte, die du innerhalb eines Accounts anlegen kannst. Die Grenze ergibt sich eher praktisch aus deinem Workspace-Plan, der festlegt, wie viele Projekte du gleichzeitig im Editor bearbeiten darfst, sowie aus den Kosten, die für jede live geschaltete Website separat anfallen.

Muss ich für jede Website einen eigenen Hosting-Plan bezahlen?

Ja. Sobald eine Website unter einer eigenen Domain öffentlich erreichbar sein soll, benötigt sie einen eigenen kostenpflichtigen Site-Plan. Es gibt keine Möglichkeit, mehrere live geschaltete Domains mit nur einem einzigen Hosting-Paket abzudecken.

Kann ich Projekte kostenlos erstellen, ohne sie sofort zu veröffentlichen?

Ja, das Anlegen und Gestalten eines Projekts ist grundsätzlich ohne Kosten möglich. Erst wenn du die Website mit einer eigenen Domain live schaltest oder bestimmte erweiterte Funktionen benötigst, wird ein bezahlter Plan notwendig.

Wie übergebe ich ein fertiges Projekt an meinen Kunden?

Du kannst den Kunden als Websitebesitzer hinzufügen oder das Projekt vollständig in seinen eigenen Workspace übertragen. So übernimmt er die laufenden Hosting-Kosten, während du weiterhin Zugriff für Wartung oder Weiterentwicklung behalten kannst, sofern dies vereinbart ist.

Lohnen sich separate Workspaces für unterschiedliche Kunden?

Das hängt von der Größe deiner Agentur und der Anzahl der Projekte ab. Für einzelne Freelancer und kleine Teams reicht meist ein zentraler Workspace mit klarer interner Organisation. Größere Agenturen mit mehreren Teams profitieren dagegen oft von getrennten Workspaces, um Zugriffsrechte und Verantwortlichkeiten klarer abzugrenzen.

Fazit

Mehrere Websites über einen einzigen Webflow-Account zu verwalten, ist nicht nur möglich, sondern für viele Freelancer und Agenturen sogar der praktikabelste Weg, den Überblick über wachsende Projektlisten zu behalten. Wichtig ist, den Unterschied zwischen dem kostenlosen Gestalten eines Projekts und dem kostenpflichtigen Hosting jeder einzelnen live geschalteten Website zu verstehen, sowie frühzeitig zu klären, wer am Ende für die laufenden Kosten verantwortlich ist. Mit einer durchdachten Workspace-Struktur und klaren Absprachen mit deinen Kunden lässt sich ein Setup mit vielen parallelen Projekten sauber und professionell organisieren.

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Pajtim Bibaj Webflow Experte
Pajtim Bibaj
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